Eine kulinarische Reise

durch Italien

Langzeitgäste, die sich in der Toskana ein Haus gekauft haben oder auf der Suche nach einer Immobilie sind, lieben das Land vor allem auch wegen der kulinarischen Besonderheiten.

Wie alle Italiener sind die Menschen in der Toskana keine schweigsamen Leute. In allen Orten und Dörfern wird regelmäßig bei Pizza, Pasta, Parmesan und anderen Gerichten schwadroniert und die Geselligkeit gepflegt- Besucher sind herzlich willkommen und mischen sich unter das Volk. Die Geschmäcker sind so verschieden wie die kulinarischen Angebote. Manche Insider lieben die toskanische Küche als einfache, bäuerliche derbe und wohlschmeckende Angelegenheit; andere Leute schwelgen in Lobeshymnen über raffiniert kombinierte Gerichte in Abwandlung und Weiterentwicklung traditioneller Speisen.

Wer sich mit der toskanischen Küche befasst, wird erstaunt feststellen, wie einfach und schlicht hier gekocht wird, denn die Italiener haben die Kunst der Einfachheit über Jahrhunderte praktiziert und von Generation zu Generation weiter gegeben. Über die Jahre haben innovative Köchinnen und Köche, ausgehend von der bewährten Tradition, etwas „ frischen Wind“ durch die Küchen wehen lassen und die Speisen mit Erfindungsgeist und Neugier weiter entwickelt.
Wer die toskanische Küche verstehen möchte, sollte die Prinzipien der Speisefolge erkunden.

Oft beginnt die Mahlzeit mit einer Antipasta, der Vorspeise, meist begleitet von einem guten Prosecco oder einem kühlen Wein. Dann folgt die „Primo Piatto“, als ersten Gang gibt meist einen Teller Pasta mit vielen Gewürzen- es kann aber auch ein Risotto oder eine Suppe sein- je nach Tradition oder Wunsch des Gastes im Restaurant.

Soll es keine allzu üppige Mahlzeit sein, ist hier Schluss, im anderen Fall folgt ein „Secondo Piatto“, der zweite Gang. Es wird Fleisch oder Fisch mit Gemüse und einem Salat gereicht. Je nach kulinarischen Gewohnheiten wird zwischen „Primo“ und „Secondo“ ein Sorbetto oder ein „Halbgefrorenes“ eingeschoben, mit herrlich herben Früchten gewürzt.
Die Gewürze in der Toskana sind vielfältig. Um einige der wichtigsten Ingredienzien zu nennen: Pflaume, Muskatnuss, Mangold, Thymian, Auberginen, Basilikum, Knoblauch, Minze, Pilze. Auch Rosmarin ist in der toskanischen Küche ein wahrer Tausendsassa und in Pasta, Fleischgerichten und Suppen enthalten. Kartoffeln sind ein fester Bestandteil der Speisekarte wie im Süden die verbreitete Pasta. Im Landesinneren werden oft Wildgerichte und Pilze serviert, an der Küste dafür umso mehr Fisch. Überall in der Toskana kann man mittags und zwischendurch Snacks zu sich nehmen. Bei Fleischfreunden beliebt sind Portionen Porchetto oder Trippa oder es gibt ein traditionelles Fladenbrot – focaccia, belegt mit Tomaten, Oliven, Käse und anderen Zusätzen.

Die Toskana und ihre weltbekannte phantastische Küche braucht man nicht mehr missen, wenn man sich ein Haus kauft und neben den kulinarischen Köstlichkeiten die Schönheiten des Landes genießt.

Auch die ligurische Küche ist eine einfache Küche und besteht aus viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch, Fleisch und Käse. Gegart wird mit Olivenöl. Trotzdem ist sie eine einzigartige Küche, deren Highlights vor allem in der Kombination der Zutaten besteht, was bei den Speisen für Mitteleuropäer interessante Akzente setzt. Gemüsesorten sind vor allem Mangold, Basilikum, Minze, Oregano, Rosmarin, Schnittlauch und Trombette (eine Art Zucchini).

Da alle vier ligurischen Provinzen an das Meer grenzen, wird vor allem abwechslungsreiche Meeresküche gepflegt mit Fischen wie Makrelen, Hecht, Sardinen und Sardellen oder Krustentiere wie Garnele und Hummer.

Dauergäste, die sich in Ligurien ein Haus gekauft haben, wissen den Einfluss von Frankreich, der Alpen und Apenninen auf die Landesküche zu schätzen, denn es kommt zum Austausch von Spezialitäten. Beinahe jeder Ort im Land hat seine Spezialität- das ist für Touristen und Besucher immer wieder faszinierend. Die besten weißen Bohnen bekommt man in Conio und Pigua und man sollte sich unbedingt die sehr guten Käsesorten aus dem Arroscia- Tal nicht entgehen lassen.
Die bekannteste Zubereitung ist das Pesto alla genovese.

In den Bergen findet man viele Fleischgerichte wie Wild, Kaninchen und Geflügel auf der Speisekarte.
Insgesamt ist das Essen in Ligurien eine Gaumenfreude für Besucher. Menschen, die sich hier eine Immobilie zulegen, möchten auf die ligurische Küche nicht mehr verzichten.

Auch sind Immobilienbesitzer um die oberitalienischen Seen ( Gardasee, Iseo See, Lago Maggiore ) sehr zufrieden mit den kulinarischen Erlebnissen. Die fruchtbare Landschaft rund um den Gardasee bringt hervorragenden Wein, Olivenöl, Trüffel, Kastanien, Fisch oder Käse hervor. Aber auch hochwertige Fleisch- und Wurstspezialitäten sind traditionelle Produkte der Region. Das ganze Jahr über lädt der Gardasee zu kulinarischen Entdeckungsreisen ein, und wer den See genießerisch entdecken möchte, sollte gastronomische Initiativen und Feste sowie Schlemmerspaziergänge nutzen, um das umfangreiche Angebot für Feinschmecker zu nutzen.

Am Lago Maggiore kommen Weinkenner auf Ihre Kosten und begegnen auf den Weinhügeln von Novara einer Region, in der die traditionsreichsten Weine des gesamten Piemonts gedeihen. Vor Ort werden zahlreiche D.O.C.-Weine hergestellt. Vom Bonarda-Uva über den Bianco, den Rosso bis hin zum Nebbiolo-Spanna oder dem Novello – die Wiege all dieser Delikatessen ist der Lago Maggiore.

Die gastronomischen Spezialitäten am Iseo See reichen vom Risotto mit Safran, Mailänder Schnitzel und Eiersuppe aus Pavia über Cassoeula (Wirsingeintopf mit Schweinefleisch), Pizzoccheri (Buchweizennudeln) und Bresaola aus dem Valtellina bis zur frischen Salami aus Varzi und Süßwasserfisch-Gerichten, wie der Lavaret, der getrocknet und anschließend gegrillt wird. Geschätzte lombardische Weine sind: Grumello, Inferno und Sassella aus dem Valtellina, die Weine aus der Franciacorta, Bonarda und  der Barbera aus dem Oltrepo Pavese. 

Die sardische Küche dürfte wohl die einfachste von ganz Italien sein. Doch sind die einheimischen Gerichte mit so viel Raffinesse und Liebe zum Detail zubereitet, dass selbst Feinschmecker beim Genuss der vielfältigen Spezialitäten dieser wildromantischen Insel voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Eine Spezialität auf Sardinien ist das „carta-di-musica-Brot“, das hauchdünn wie die Blätter eines alten Notenblatts gebacken wird. Auch Fleisch spielt eine große Rolle in der sardischen Küche. Es wird entweder gegrillt oder gebraten und mit Kräutern kräftig gewürzt. Schafs- und Ziegenkäse sind häufige Beilagen eines deftigen Fleischgerichtes. Wie im übrigen Italien, spielt die Nudel auch auf Sardinien eine große Rolle. Doch im Gegensatz zu anderen italienischen Gegenden hat Sardinien nur drei bedeutende Nudelgerichte aufzuweisen. „Malloreddus“ sind kleine Nudeln, die mit Safran gewürzt und mit einer Tomatensoße und „pecorino-Käse“ serviert werden. Zum Abschluß eines deftigen und gehaltvollen Mahles wird auf Sardinien zum „caffè“ ein Grappa gereicht, der „aquavite“ genannt wird.